VPP  Vorplatz Patscherkofelbahn‐Talstation Igls
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Der Park als Link zur Natur, als semiurbaner Raum

Es ist ein Privileg der Stadt Innsbruck im Norden und Süden Stadtteile zu besitzen, die durch das alpine Gelände geprägte Randzonen bilden. Diese Lagen bieten im Gegensatz zum östlichen und westlichen Stadtrand im Talboden ein ganz besonderes Potential.

Sie sind der Link von der Horizontalen zur Vertikalen, vom Ballungsraum zur Natur, der Stadt zum Land, der Arbeit zur Erholung.

Igls ist Kurort, Sonnenplateau und Naherholungsgebiet im Kontext der Stadt und hat eine überzeugende Kultur im Errichten von Parkanlagen und Parklandschaften, wie dem Kongresspark, der Umgebung um den Lanser See und dem Viller Köpfl.

Durch die Neugestaltung des Vorplatzes der Patscherkofelbahn-Talstation besteht eine weitere Möglichkeit diese Qualität zu stärken und auch im Kern von Igls spürbar zu machen. Die Idee ist es die Umgebung als Parklandschaft zu verstehen und die denkmalgeschützte Talstation als Gebäude der Moderne in diese Parksituation einzubinden. Diese Haltung ermöglicht der Station durch Umprogrammierung ein divergentes Entwicklungspotential - von der Talstation bis hin zu Spitzenrestaurant oder Kulturgasthaus.

Das Konzept thematisiert und schärft die Übergangszone als solche, es vertritt kein Entweder – Oder, was aufgrund der Rand und Rahmenbedingungen zielführend scheint. Der Vorplatz der Talstation ist Stadt und Land, er ist semiurbaner Raum – ein Link zur Natur.

Der Gradient als architektonisches Mittel. Als Mittel zur landschaftinharenten Platzgestaltung

Gradient  bedeutet im Allgemeinen eine Steigung in der Mathematik bezeichnet er einen Übergang.

Die Topographie wird durch Schichtenlinien beschrieben. Gebaut nivellieren, terrassieren sie das Gelände und machen es dadurch besser nutzbar. Die Natur fließt von Westen her in den Straßenraum ein und schafft so eine Parkanlage im Vorbereich der Talstation.

Die Grünflächen werden von den Schichtenlinien geformt und eignen sich in erhöhten Bereichen als Sitzgelegenheiten mit Holzauflagen. Diese Grünfragmente nehmen den wertvollen Baumbestandes auf und sind von teilbefestigten Bewegungs- und Aufenthaltsflächen gerahmt. Ergänzt werden 18 neue Bäume in Anlehnung an den Baumbestand. Dieser sollte zur Verbesserung der Durchsicht unterhalb der Baumkronen aufgeastet werden.

Im Vorbereich der Bahn entsteht zwischen Treppe und den Grünfragmenten eine größere platzartige Situation die der Kommunikation dient.

MATImage
Projecttype: 
Platzgestaltung
Project Start-End: 
02.2012 - 03.2012
Standort: 
Innsbruck
Österreich
Assignment: 
Wettbewerb (geladen)
Service phases: 
HOA PL§3 1-2, HOAI 1-3
Status: 
abgeschlossen
Architecture: 

Kathrin Aste, Frank Ludin, Peter Griebel, Daniel Luckeneder

Projektbild
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